Die allerletzte Fahrt

© Mathias Pascottini

Drei Jahrzehnte lang schlängelten sich zwei kleine Zuggarnituren durch den Grazer Schloßberg, vorbei an zahlreichen, selbstgebauten Märchenszenen. Betrieben wurde die Grazer Märchengrottenbahn seit 1981 von der Familie Kammerhofer. Am 8. Jänner erreichte die Attraktion ihren Endbahnhof.

„Die Darstellungen, die jetzt nicht aufleuchten, werden bei der Rückfahrt gezeigt. Während der Fahrt nicht aufstehen und nicht hinausgreifen in den Stollen. Viel Vergnügen!“ Auch bei seiner allerletzten Fahrt lässt sich Heinz Kammerhofer nichts anmerken. Wie immer informiert er seine Fahrgäste über die Sicherheitsbestimmungen und die bevorstehende kleine Reise durch den Grazer Schloßbergstollen. Die Stimme ist kräftig und laut, als wäre es eine Fahrt, wie jede andere auch. Nur einmal genießt er die Aufmerksamkeit. Stolz präsentiert er die vier Plakate, die neben der Märchengrottenbahn-Kassa und vor dem Haupteingang auf Plakatständern ausgestellt sind. Die Augen leuchten und das Publikum ist dankbar. Es ist das letzte Mal, dass er die Plakate wegräumt. Die gespannte Stille wird nur vom zahlreichen Klicken der Fotoapparate unterbrochen.

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